AURATUS platinum

AURATUS platinum Konzept

AURATUS führt das Stage-Tec-Konzept der konsequenten Aufteilung in Mischpult und I/O-Matrix fort: Das AURATUS-Mischpultsystem besteht aus einer Konsole zur Bedienung und Steuerung der Tonbearbeitung, dem Audioprozessor XCMC im NEXUS-Basisgerät und weiteren NEXUS-Basisgeräten zur Unterstützung unterschiedlichster Audioformate und einer weiträumigen Signalverteilung.

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AURATUS ist ein kompaktes Pult mit 54 Eingangskanälen, die Kanal- und Busstruktur sind festgelegt. Dadurch braucht die Konsole lediglich die hochoptimierte, kleine Baugruppe XCMC, um die gesamte Signalbearbeitung und Mischpultsteuerung auf einer Strom sparenden Einschubkarte zu ermöglichen.

Durch die Integration in NEXUS ist AURATUS eine leicht, intuitiv bedienbare Konsole. Alle Ein- und Ausgänge sind in NEXUS schaltbar.

AURATUS benötigt, abgesehen von der NEXUS-Bedienung, keinen PC. Die erstellten Daten — Snapshots und Projekte — können auf mitgelieferten Speicherkarten (SD) abgelegt werden.

AURATUS ist eine transportable Konsole und wird serienmäßig in Leichtbauweise als Auftisch- oder Einbauvariante angeboten, optional ist AURATUS auch mit Füßen erhältlich.

Das Mischpult hat selbst in der größten Ausbaustufe (24 Bedienzüge + Zentralbedienung) eine extrem niedrige, energiesparende Leistungsaufnahme. Mit 16 Bedienzügen bspw. braucht AURATUS lediglich 86 Watt. Deshalb benötigt AURATUS keinen Lüfter. Die Stromversorgung erfolgt standardmäßig immer redundant.

AURATUS unterstützt Anwender bei wiederkehrenden Arbeiten — wichtige Einstellungen sind konfigurier- und speicherbar:

  • Die Zuordnung von (NEXUS-)Ein- und Ausgängen zu Mischpultkanälen kann mit der NEXUS-Bediensoftware frei gewählt und als Snapshot gespeichert werden.
  • AURATUS kann Ressourcennamen übernehmen, diese können in der NEXUS-Software individuell vergeben werden (Labelübernahme).
  • Das Mischpult bietet mehr Audiokanäle als Bedienzüge. Die Audiobearbeitung einzelner Bedienzüge kann individuell eingerichtet und abgespeichert werden. Acht Bedienebenen lassen sich frei belegen und über Tasten aufrufen.
  • Kanäle lassen sich zur einfacheren Bedienung verkoppeln (Stereoverkopplung, VCA-Gruppen, Link-Gruppen). Individuell erstellte Mute-Gruppen erlauben die Stummschaltung zuvor definierter Kanäle per Tastendruck.
  • Mit der statischen Automation lassen sich eigene Einstellungen als Snapshot abspeichern.
  • Alle Einstellungen und Snapshots können im Rahmen der Projektverwaltung in jeder Produktionsphase als Projekt gespeichert und wieder aufgerufen werden.
  • Ein Sicherheitsprojekt (backup) wird beim Ausschalten der Konsole abgelegt und beim Einschalten automatisch geladen.

 

Konsole

AURATUS ist ein reines Bedien- und Steuergerät und bietet 8 bis 24 Bedienzüge sowie eine Zentralsektion. Die transportable Konsole wird in Leichtbauweise als Desktop- bzw. Einbauvariante angeboten.

Die Konsolenoberfläche ist modular aufgebaut. Eine Kassettenbreite umfasst je 8 Kanalzüge, wodurch sich drei verschiedene Mischpultgrößen mit 8, 16 oder 24 Faderzügen ergeben, jeweils zuzüglich der Zentralbedienungskassette.

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Das AURATUS besteht aus folgenden Bedienkassetten: TFT-Bildschirme, Multifunktionskassetten (zur Bedienung der Aux-Sends, N-1-Summen, Equalizer usw.), Faderkassetten, eine Zentralkassette (zur Bedienung eines selektierten Kanals) und eine Monitorkassette. Die Bedienkassetten sind intern wartungsfreundlich über Flachbandleitungen miteinander verbunden. Diese versorgen die Kassetten auch mit Strom.

Die in der Konsole verfügbaren Audiosignale für Nahfeldlautsprecher, Kopfhörer, das Mehrkanal-Sichtgerät und das Kommandomikrofon werden ebenfalls über die RJ45-Leitung übertragen. AURATUS verfügt standardmäßig über eine redundante Stromversorgung. Die Konsole braucht keinen Lüfter.

 

auratus xcmcKonfiguration

Um die verfügbare Rechenleistung auf die benötigten Anforderungen maßzuschneidern, bietet AURATUS diverse Kanaltypen mit unterschiedlicher Ausstattung: Eingangskanäle, Summen-, Gruppen-, Auxiliary- und N–1-Buskanäle. Ferner zwei Abhörkanäle (einen Kanal Stereo, einen Kanal 5.1 oder Stereo), einen Talk-Kanal, einen PFL-Kanal Stereo und eine Down-Mix-Matrix.

AURATUS nutzt eine von Stage Tec entwickelte Hard- und Software und ist dadurch unabhängig von den Veränderungen der Computer-Betriebssysteme und der permanenten Innovation der PC-Hardware.

AURATUS ist mit vier Basisprojekten ausgestattet, die im Offline-Editor modifiziert werden können:

46 S (Stereoprojekt mit 46 Input-Kanälen):
46 Inputkanäle, 4 Stereogruppen, 4 Stereosummen, 2 Stereo-Aux, 4 Mono-Aux, 8 Mono-n-1, Stereo-Abhören für CR, Stereo-Abhören für PB

46 D (Mehrkanalprojekt mit 46 Input-Kanälen):
46 Inputkanäle, 4 Stereogruppen, eine 5.1-Summe, eine Stereo-Summe, 2 Stereo-Aux, 4 Mono-Aux, 8 Mono-n-1, 5.1-Abhören, Stereo-Abhören für PB

54 S (Stereoprojekt mit 54 Input-Kanälen):
54 Inputkanäle, 4 Stereosummen, 2 Stereo-Aux, 4 Mono-Aux, 8 Mono-n-1, Stereo-Abhören für CR, Stereo-Abhören für PB

54 D (Mehrkanalprojekt mit 54 Input-Kanälen):
54 Inputkanäle, eine 5.1-Summe, eine Stereo-Summe, 2 Stereo-Aux, 4 Mono-Aux, 8 Mono-n-1, 5.1-Abhören, Stereo-Abhören für PB

Der AURATUS-Offline-Editor ermöglicht, dass einige Tastenbelegungen und Konsolen-Eigenschaften an spezielle Erfordernisse angepasst werden können.

Audionetzwerk NEXUS

Die Nutzung von NEXUS als Audionetzwerk und Koppelfeld für AURATUS ermöglicht einen flexiblen und dezentralen Aufbau des Gesamtsystems. NEXUS erlaubt eine Vielzahl von verteilten Basisgeräten und deckt damit vielfältige Anwendungsbereiche ab: vom überschaubaren Theatersystem bis hin zur Komplettvernetzung von Studiokomplexen und Funkhäusern.

auratus nexus netzwerk

Die NEXUS-Basisgeräte werden in Ausbaustufen von 1 HE bis 15 HE angeboten. Die Bestückung mit Interface-Baugruppen erfolgt nach Kundenwunsch. Lieferbar ist eine große Formatvielfalt von Systembaugruppen, analogen und digitalen Komponenten sowie DSPs und Controllern. Die Frontplatten der Baugruppen tragen normgerechte Buchsen, sodass Basisgeräte direkt als Anschlussfelder verwendbar sind.

Der ausschließliche Einsatz von Glasfaserkabeln für die Vernetzung vereinfacht die Installation und ermöglicht Distanzen von bis zu 100 km zwischen den Basisgeräten. Außerdem werden sämtliche Steuer- und Audiodaten einschließlich der Kommando- und Monitorsignale übertragen.

Loudness Metering

Ein Feature der NEXUS-Audionetze und NEXUS-basierten Mischpulte ist die Loudness-Messung. Die NEXUS-Software nimmt Loudness Metering gemäß ITU-R BS.1770-2, ITU-R BS.1771 und EBU R128 vor und ermöglicht so den Verzicht auf externe Peripheriegeräte. Drei Messmethoden stehen zur Auswahl: die Momentan-Messung mit einer Integrationszeit von 400 ms, die Kurzzeit-Messung mit einer Integrationszeit von 3 sec sowie die integrierte Lautheit als manuell getriggerte Langzeitmessung, die schon direkt in NEXUS die Ermittlung der Loudness Range LRA ermöglicht.
Der Meteringteil der Messung ist als True Peak Metering nach ITU-R BS.1770-2 realisiert.

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Die hohe Audioqualität und überzeugende Funktionalität von NEXUS wurde 2010 in Los Angeles mit dem Primetime Engineering Award Emmy® ausgezeichnet. Bei der Verleihung des begehrten Preises wurde NEXUS als das »derzeit beste Routingsystem überhaupt« bezeichnet.

Audioprozessor

Der Audioprozessor der AURATUS-Konsole besteht aus der XCMC, einer kompakten 3-HE-NEXUS-Steckkarte. Auf der XCMC-Einsteckkarte sind neben der Tonbearbeitung des AURATUS-Mischpultes auch das vollständige I/O-Routing sowie die Audioschnittstellen für den Anschluss externer Geräte untergebracht. Die Leistungsaufnahme beträgt lediglich 8 Watt.

Die XCMC unterstützt die Abtastfrequenzen von 48 und 96?kHz ohne Einschränkungen, d.h. die verfügbaren Mischpultressourcen, Kanäle und Busse, stehen immer zur Verfügung.

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Über die XCMC-Baugruppe ist AURATUS mit NEXUS verbunden, installationsfreundlich durch eine RJ?45-Leitung, über die alle Steuerdaten übertragen werden.

In einem NEXUS-Netzwerk können mehrere XCMC-Steckkarten mit jeweils einer AURATUS-Konsole betrieben werden. Die AURATUS-Pulte können die Ein- und Ausgänge im NEXUS-Audionetzwerk gemeinsam nutzen und nach Bedarf flexibel aufteilen.

AURATUS-/NEXUS-Systeme enthalten typischerweise folgende Baugruppen:

  • die XCMC-Einsteckkarte für die gesamte Tonbearbeitung und die Mischpultsteuerung
  • eine Steuerbaugruppe des NEXUS-Basisgerätes, u. a. für die Routing-Funktionen (XCPU)
  • Audio-Interface-Baugruppen, Bestückung je nach gewünschten Audioformaten
  • ggf. NEXUS-Interfaces (XFOC) zur Anbindung weiterer Basisgeräte
  • Netzteile XPSU (Redundanz möglich)