Systeme von Stage Tec sind immer auf individuelle Anwendungen zugeschnitten. So wurden für AURATUS zahlreiche Features entwickelt, die die tägliche Arbeit erleichtern und häufig Zeit und Geld sparen. Nachfolgend wird eine kleine Auswahl vorgestellt.

Systeme von Stage Tec sind immer auf individuelle Anwendungen zugeschnitten. So wurden für AURATUS zahlreiche Features entwickelt, die die tägliche Arbeit erleichtern und häufig Zeit und Geld sparen. Nachfolgend wird eine kleine Auswahl vorgestellt.

+ Automation

Das AURATUS-Mischpultsystem ist mit einer statischen Automation ausgestattet, mit der sich die Audioparameter aller Bearbeitungskanäle speichern und wieder laden lassen. Die aktuellen Parametereinstellungen werden als sogenannte »Snapshots« im aktuellen Projekt abgelegt. Bis zu 99 Snapshots, die sich individuell benennen lassen, können innerhalb eines Projekts verwaltet werden. AURATUS erlaubt darüber hinaus auch die Speicherung von Teil-Snapshots, in denen nur bestimmte Parameter abgelegt sind.

  • Full Snapshots enthalten alle aktuellen Mischpulteinstellungen.
  • Full Functional Snapshots enthalten die Daten von ausgewählten Funktionen aller Audiokanäle (z.B. Fader, Panpots usw.).
  • Channel Function Snapshots speichern die Parametereinstellungen für ausgewählte Funktionen.

+ Steuersystem »Logic Control«

Die NEXUS Logic Control ist ein flexibles, programmierbares Logiksystem für Schalt- und Steuerfunktionen, die Anwender entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen definieren können. Über Logic Control können diverse Parameter des NEXUS-Systems abgefragt werden, beispielsweise Koppelpunktschaltungen, Faderstartkontakte, ein- und ausgangsseitige Pegel und die Signalisierung systeminterner Fehlerzustände. Logic Control kann viele unterschiedliche Ereignisse steuern, beispielsweise die Rotlichtsteuerung, Räuspertasten, Sendeschalter, Leitungspegelüberwachung, automatische Havarie-Schaltungen und Kommandoanlagen.
AURATUS verfügt über jeweils 256 Logic Control-Eingänge und -Ausgänge.

+ Konferenzschaltung mit N–1

auratus-merkmalMit dem N-1-System lassen sich komplexe Konferenzschaltungen realisieren. Alle Kommentatoren, die nicht »On Air« sind, können miteinander kommunizieren. Wird einer von ihnen in die laufende Sendung geblendet, wird er automatisch in der Konferenz abgeschaltet. Erst wenn sein Fader geschlossen wird, kann er wieder an der Konferenz teilnehmen.
Im AURATUS lasen sich bis zu 8 N-1-Busse individuell konfigurieren.

+ Offline Editor: AURATUS-Konfigurationen ohne Pult

Anwender in wechselnden Produktionsumgebungen werden die Offline-Konfigurationsmöglichkeiten des AURATUS schätzen, denn sie bringen Zeit- und Kostenvorteile bei Produktionen mit engem Timing, beispielsweise auf dem Ü-Wagen oder bei Live-Events.
Mit dem Offline-Editor ist die Konfiguration eines AURATUS schon möglich, wenn die Konsole noch gar nicht vor Ort, sondern noch bei einer anderen Produktion im Einsatz ist. Sämtliche vorbereitenden Arbeiten wie Kanalzuweisungen, etc. werden in einem Stand-Alone-Editor auf einem PC vorgenommen. Projekte werden dann über SD-Karten ins Pult geladen. Es geht auch anders herum: Projekte werden aus der Konsole importiert und im Offline-Editor weiter bearbeitet.

+ Spill-Funktion

Um auf einem Mischpult Platz zu sparen, werden Bedienzüge häufig mit mehreren Kanälen belegt. Dann liegt aber nur ein Audiokanal im Vordergrund, die anderen zur Steuergruppe gehörenden Kanäle befinden sich im Hintergrund. Sie sind verkoppelt und werden bei der Bedienung mit gesteuert. Soll nun ein Kanal aus dem Hintergrund korrigiert werden, hilft die Spill-Funktion. Ein Druck auf die Spill-Taste bringt alle Kanäle zur Bearbeitung an die Oberfläche. Nach der Korrektur, liegt der Hauptlayer durch erneutes Drücken der Spilltaste wieder im Vordergrund.

Der Vorteil der Spill-Funktion: Das Mischprojekt ist besser strukturiert, der Anwender kann schneller auf alle Signale zugreifen und behält den Überblick, weil er nur im Hauptlayer arbeiten muss - wichtig für den Live-Betrieb. Normalerweise muss die Definition der Layer bei kleinen Digitalpulten sehr gut durchdacht werden, aber Dank der Spill-Funktion hat die Aufteilung der Layer an Bedeutung verloren.

+ TREM – die virtuelle Kanalerweiterung

Die virtuelle Kanalerweiterung TREM simuliert physisch nicht vorhandene Bedienstreifen auf einem abgesetzten PC, der via Ethernet an das Pult angeschlossen ist. Sämtliche Mischaufgaben lassen sich über die Software erfüllen, denn das GUI simuliert bei Bedarf alle Bedienelemente, die auch auf physisch vorhandenen Kassetten zu finden wären, einschließlich aller Meterings, Fader und Drehregler. Der Anwender kann wählen wie groß oder klein die manuell bedienbare Pultoberfläche sein soll: Im Minimalfall genügt eine Fadereinheit mit acht Kanalzügen plus je zwei Drehreglern und drei Tasten über jedem Bedienstreifen. Alles andere kann - sofern sinnvoll und gewünscht - auf den PC ausgelagert werden.

+ Down-Mix-Matrix

Die eigenständige »Down-Mix«-Matrix ermöglicht die Überführung eines 5.1-Mehrkanalsignals in ein Stereosignal. Die Matrix, deren Ein- und Ausgänge frei im NEXUS-System verfügbar sind, kann beispielsweise zur stereofonen Abhörkontrolle einer Mehrkanalmischung dienen oder zum Heruntermischen eines Mehrkanalformates eingesetzt werden. Zur individuellen Anpassung an das Programmmaterial sind die Ein- und Ausgangspegel getrennt einstellbar.

+ AURATUS-Fernsteuerung durch Steuersysteme

Verschiedene Funktionen, bspw. die Steuerung im Fader, Mute, Panpot, PFL sowie Faderblenden, lassen sich durch externe Steuersysteme beeinflussen. AURATUS unterstützt einige Protokolle (z.B. von der Firma Ross Video Limited das Ross Audio Protokoll) im Format RS232.

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