Systeme von Stage Tec sind immer auf individuelle Anwendungen zugeschnitten. So wurden für AURUS zahlreiche Features entwickelt, die die tägliche Arbeit erleichtern und häufig Zeit und Geld sparen. Nachfolgend wird eine kleine Auswahl vorgestellt.

Systeme von Stage Tec sind immer auf individuelle Anwendungen zugeschnitten. So wurden für AURUS zahlreiche Features entwickelt, die die tägliche Arbeit erleichtern und häufig Zeit und Geld sparen. Nachfolgend wird eine kleine Auswahl vorgestellt.

+ Automation

Ein wichtiges, innovatives Feature sind Automationen mit denen die Audioparameter von Projekten gespeichert werden können. AURUS geht über das Standardangebot vieler Mischpulte hinaus und bietet drei Möglichkeiten der Automation an.
Auch bei der Speicherung beweist AURUS seine Qualität: Im Unterschied zu anderen Konsolen speichert AURUS alle Audioparameter ab, also nicht nur Fader und Mutes sondern komplette Settings.

Statische Automation

Mit der statischen Automation lassen sich alle eingestellten Parameterwerte der Audiokanäle als Snapshots abspeichern. Dazu gehören alle Audioparameter der konfigurierten Bearbeitungskanäle, von den Kanalparametern bis hin zu Metering-Einstellungen. Im AURUS werden Layerbelegungen pro Snapshot gespeichert, bis zu 999 mögliche Layerbelegungen innerhalb eines Projektes. Werden diese Snapshots geladen, liegen die wichtigsten Akteure im direkten Zugriff.
AURUS bietet diverse Möglichkeiten der Speicherung von statischen Automationen, beispielsweise die Speicherung ausgewählter Funktionsgruppen, von Equalizer-Einstellungen bis hin zu Einzelfunktionen.
Während einer Produktion können Snapshots angezeigt, modifiziert und ausgeführt bzw. verworfen werden. Auch aktuelle Offsets können relativ oder absolut in alle relevanten Snapshots eingerechnet werden.

AURUS verfügt über folgende Snapshot-Typen:

  • Full Snapshot: Speicherung aller aktuellen Mischpulteinstellungen.
  • Full Function Snapshot: Speicherung der wählbaren Funktionsgruppen aller Kanäle.
  • Channel Function Snapshot: Speicherung von Parametereinstellungen für bestimmte Kanäle.
  • Function Snapshot: Speicherung von Einzelparametern, die durch Berühren der Faderknöpfe (per touch) ausgewählt werden.
  • Timecode Scene Snapshot: Speicherung von dynamischen, zeitbegrenzten Abläufen; für aufwendige, dynamische Abläufe.

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Scene-Automation

Mit der Scene-Automation können Snapshots in beliebiger Reihenfolge abgespeichert und tastengesteuert Szene für Szene, mit Überblendungen, abgerufen werden. Neben der Einstellung der Blendzeiten können unterschiedliche Schalthandlungen ablaufgesteuert aktiviert werden.
In der Scene-Automation können MIDI-Kommandos selbst definiert werden, z.B. zur Effektsteuerung externer Geräte.

Dynamische Automation

Die dynamische Automation wird vom Timecode gesteuert und erfasst die Änderungen aller Audioparameter innerhalb einer Mischung, beispielsweise Drehgeber- oder Pegelsteller-Einstellungen und Tasteneingaben. Für eine sprung- und ruckelfreie Mischung erfolgt die Speicherung bei AURUS im 10-ms-Raster. Mix-Scope-Einstellungen ermöglichen die Funktions- bzw. die Kanalauswahl für einen dynamischen Mix. 

2012-05-aurus-mixeditDie Mix-Edit-Funktion erlaubt, eine fertig gemischte, timecodegesteuerte Mischung nachträglich zu bearbeiten, d.h. zu kürzen oder zu erweitern. Der Zugriff auf alle Spuren der eingeschobenen Passage bleibt erhalten und der Timecode wird automatisch angepasst.

+ AURUS als DAW-Hardware-Controller

AURUS macht DAW-Hardware-Controller überflüssig: Dank einer Software-Option von Stage Tec können die Kanalzüge und Zentralbedienung der AURUS-Oberfläche via HUI-Protokoll als DAW-Hardware-Controller eingesetzt werden. Dadurch wird eine sehr umfangreiche Bedienung der DAW direkt vom Mischpult aus ermöglicht, die Investitions- und Raumkosten spart.
Unterstützt werden derzeit die Programme Nuendo, Cubase und ProTools, das vierte Programm Pyramix setzt auf einem anderen Protokoll auf und wird unten beschrieben.
Bis zu 32 DAW-Kanäle werden auf der Mischpultoberfläche repräsentiert, so dass die Fader und Bedienelemente des AURUS direkt die entsprechende Funktion in der DAW steuern. Auf den TFT-Bildschirmen werden die relevanten Parameter wie Panorama, EQ-Settings und Kanalnamen angezeigt. Die Funktionen Mute, Solo, Record sowie Select lassen sich ebenfalls über AURUS steuern.
Die Remote-Steuerung umfasst außerdem Plug-Ins der DAW, wodurch vielfältige Bearbeitungsmöglichkeiten realisierbar sind. Auch zusätzliche Funktionen wie zum Beispiel das Speichern und Anfahren von Locator-Punkten können direkt am AURUS vorgenommen werden.

+ AURUS steuert Pyramix

AURUS-Mischpulte bieten ein Steuer-Interface für die digitale Audioworkstation Pyramix. Diese Schnittstelle macht eine enge Verzahnung beider Systeme möglich. Dazu setzt sie auf dem proprietären Protokoll OASIS auf, das eine hohe Übertragungsbandbreite der Steuer- und Anzeigedaten zur Verfügung stellt. AURUS kann auf nahezu alle Parameter des Pyramixprojektes zugreifen.
Die DAW-Steuerung für Pyramix unterstützt Funktionen aus den Bereichen Mix sowie Machine Control. Als Mischpultfunktionen lassen sich unter anderem Fader, Panoramasteller, Equalizer- und Dynamikparameter, Auxiliary-Sends sowie die Funktionen Mute, Solo und Record Ready einstellen und steuern. Die Automation kann über AURUS bedient werden, auch die Anwahl der Audiokanäle ist möglich. Auf der Konsolenoberfläche und den TFT-Bildschirmen werden die korrespondierenden Kanalnamen, Pegelanzeigen und Parameterwerte der DAW dargestellt. AURUS bildet neben mono- und stereofonen Eingangskanälen auch summierende Busse und Buskanäle von Pyramix ab.
Da die Maschinensteuerung von AURUS Pyramix unterstützt, ist eine Fernbedienung der Laufwerksfunktionen durch AURUS möglich.

+ Konferenzschaltung mit N-1-System

screen-n-1-matrixMit dem N-1-System lassen sich komplexe Konferenzschaltungen realisieren. Alle Kommentatoren, die nicht »On Air« sind, können miteinander kommunizieren. Wird einer von ihnen in die laufende Sendung geblendet, wird er automatisch in der Konferenz abgeschaltet. Erst wenn sein Fader geschlossen wird, kann er wieder an der Konferenz teilnehmen.
Im Unterschied zu anderen Pulten lassen sich im AURUS bis zu 96 N-1-Busse individuell konfigurieren. Ausreichend für alle Anwendungen.
Die On-Air-Matrix kann für bis zu 16 Teilnehmer eingerichtet werden.

+ Integrierte Audio-Signalanalyse

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AURUS kann mit einer integrierten OEM-Version der RTW TM7 Audio-Signalanalyse ausgestattet werden, d.h. die Messeinheit ist im Korpus der Konsole verbaut. Die Signalmessung wird, wie bei der externen Ausführung, in der angeschlossenen NEXUS-Audiomatrix vorgenommen. Die visuelle Darstellung des Meterings geschieht per Umschaltung im TFT in der Zentralsektion. Im Unterschied zur Stand-Alone-Version erfolgt die Konfiguration nicht über Touch-Monitor, sondern über das Grafiktablett des AURUS-Pultes.

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Die integrierte OEM-Version der TM7 bietet die gleiche Funktionalität und den gleichen Bedienkomfort wie die externe Version: Die Instrumente können auf dem Bildschirm frei skaliert und positioniert werden. Mehrere Instrumente desselben Typs können gleichzeitig angezeigt werden, auch wenn sie verschiedenen Eingangskanälen und -konfigurationen zugeordnet sind. Zur Verfügung stehen unter anderem Instrumente wie Loudness Metering, True Peak Metering, Surround-Analyse oder ein 2-Kanal-Audio-Vektorskop.

+ Bibliotheken für Kanalparameter

AURUS bietet viele Features die helfen, in der täglichen Praxis Zeit und Geld zu sparen: In sogenannten Bibliotheken (Libraries) werden Einstellungen des Equalizers und der Dynamikeinheiten verwaltet. Die Kanalparameter lassen sich unabhängig vom Projekt speichern und sind nach dem Laden eines Projektes verfügbar. Außerdem kann die Bibliothek auch als projekt­unabhängige Datei exportiert werden.

In der Bibliothek können Einstellungen von folgenden Signalbearbeitungseinheiten vorgenommen werden: Filter/Equalizer, Kompressor, Limiter, Expander/Noise Gate, Eingangsgain.

+ Logic Control

Die NEXUS Logic Control ist ein flexibles, programmierbares Lo­gik­sys­tem für Schalt- und Steuerfunktionen, die Anwender entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen definieren können. Über Logic Control können diverse Parameter des NEXUS-Systems ab­ge­fragt werden, beispielsweise Koppelpunktschaltungen, Fa­der­start­kon­tak­te, ein- und ausgangsseitige Pegel und die Signalisierung sys­tem­in­ter­ner Fehlerzustände.  Logic Control kann viele unterschiedliche Ereignisse steuern, beispiels­wei­se die Rotlichtsteuerung, Räuspertasten, Sendeschalter, Lei­tungs­pe­gel­über­wachung, automatische Havarie-Schaltungen und Kom­man­do­an­lagen.
AURUS verfügt über bis zu 256 Logic Control-Eingänge und -Ausgänge

+ Maschinensteuerung

AURUS bietet serienmäßig eine Fernsteuerung (Remote Control) an, mit der sich bis zu 16 externe Geräte der Studioperipherie steuern lassen. Flexible Softwaremodule ermöglichen relativ einfach, unterschiedlichste Maschinen anzusprechen.
Angeschlossen werden die zu steuernden Geräte an die entsprechende Schnittstelle der Steuerbaugruppe RMC sowie der seriellen bzw. parallelen NEXUS-Interface-Baugruppen (XCI, XRI).
Ein Jogwheel ermöglicht eine Shuttle-Steuerung (Varispeed) oder eine bildweise Positionierung der zu steuernden Geräte. Timecode-Marken können angelegt und verwaltet, mit der Schleifenfunktion kann eine zuvor definierte Passage im Endlosbetrieb wiedergeben werden.
Außerdem lassen sich mit der AURUS-Maschinensteuerung auch Timecode-Marken setzen, die sich unabhängig vom Projekt in einer cue-Liste abspeichern lassen.

+ AURUS Virtual Surface

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Die Software AURUS Virtual Surface ermöglicht die Bedienung von AURUS auf tragbaren PCs. Die abgebildete Funktionalität entspricht der Konsole, sodass die Bedienung weitgehend identisch ist. AURUS Virtual Surface erweitert die AURUS-Konsole um 16 Faderzüge.  
Die Software kann parallel zur Konsolenbedienung verwendet werden; AURUS Virtual Surface arbeitet als reine Steuerung ohne interne Datenverwaltung, sodass alle Einstellungen auch nach einem Wechsel zur Hardwarekonsole verfügbar sind.
AURUS Virtual Surface ist sowohl für den Theater- als auch Broadcastbereich geeignet, wenn bspw. ein AURUS in der Tonregie  aus dem Saal heraus gesteuert werden soll oder eine neue Beschallung optimiert werden muss.

+ Offline-Editor: AURUS-Konfigurationen ohne Pult

Anwender in wechselnden Produktionsumgebungen werden die Offline-Konfigurationsmöglichkeiten des AURUS schätzen, denn sie bringen Zeit- und Kostenvorteile bei Produktionen mit engem Timing, beispielsweise auf dem Ü-Wagen oder bei Live-Events.
Mit dem Offline-Editor ist die Konfiguration eines AURUS schon möglich, wenn die Konsole noch gar nicht vor Ort, sondern noch bei einer anderen Produktion im Einsatz ist. Sämtliche vorbereitenden Arbeiten wie Kanalzuweisungen, Kanalkonfigurationen, etc. werden in einem Stand-Alone-Editor auf einem PC vorgenommen. Das Projekt wird dann im AURUS geladen.
Es geht auch anders herum: Projekte werden aus der Konsole importiert und im Offline-Editor weiter bearbeitet.

+ Basisgeräte-Simulation in AURUS

Bei der Konfiguration von NEXUS-Audionetzen sparen Anwender Zeit, wenn sie über die Zentralbedienung von AURUS erfolgt: Koppelpunkte, Filtereinstellungen und andere Parameter lassen sich auch setzen, wenn die NEXUS-Basisgeräte nicht mit der AURUS-Konsole verkabelt sind.
Besonders in der Außenübertragung ergaben sich bisher Wartezeiten für das Team auf dem Ü-Wagen, weil mit dem Setup des Audionetzwerkes erst begonnen werden konnte, wenn alle NEXUS-Stageboxen installiert waren. Im neuen Offline-Modus kann die Konfiguration sofort beginnen, denn die fehlende NEXUS-Hardware wird simuliert. Nach Anschluß der Stageboxes können die vorbereiteten Einstellungen ohne Zeitverlust geladen werden.

+ Spill-Funktion

Um auf einem Mischpult Platz zu sparen, werden Bedienzüge häufig mit mehreren Kanälen belegt. Nachteil: Es liegt nur ein Audiokanal im Vordergrund, die anderen zur Steuergruppe gehörenden Kanäle verschwinden im Hintergrund. Sie sind verkoppelt und werden bei der Bedienung mit gesteuert. Soll nun ein Kanal aus dem Hintergrund korrigiert werden, hilft im AURUS die Spill-Funktion. Ein Druck auf die Spill-Taste bringt alle Kanäle zur Bearbeitung an die Oberfläche. Nach der Korrektur, liegt durch erneutes Drücken der Spilltaste wieder nur der Hauptlayer im Vordergrund.

Vorteil der Spill-Funktion: Das Mischpultprojekt ist besser strukturiert, der Anwender kann schneller auf alle Signale zugreifen und behält den Überblick, weil er nur im Hauptlayer arbeiten muss — wichtig für den Live-Betrieb. Normalerweise muss die Definition der Layer bei kleinen Digitalpulten sehr gut durchdacht werden — im AURUS hat die Aufteilung der Layer Dank der Spill-Funktion an Bedeutung verloren.

+ Weitere Features im Überblick:

  • Die Pultbeleuchtung ist dimmbar.
  • Pultanzeigen und Bildschirme reagieren automatisch auf die Lichtgestaltung in der Umgebung und passen sich an.
  • Die Bildschirmdarstellung des zentralen Kanals ist umschaltbar auf die Kanalstreifendarstellung.
  • Neben der pulteigenen Kanaldarstellung werden bis zu zwei externe Videoquellen je Bildschirm angezeigt. Je nach Adapter sind folgende Formate darstellbar: SVHS, FBAS, VGA, SVGA, DVI, HD-SDI.
  • Darstellung von NEXUS-Funktionen im Pult:
    - Mehrkanal-Metering von 16 Pages bis zu 96 Kanäle
    - Um Fremdgeräte über AURUS zu steuern, löst die SRI-Baugruppe GPI/O aus.

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