Eingangskarte für das Dolby-Format

  • xded-frontDekodierung von Dolby-E>®/D-Signalen aus NEXUS-Netzen, von on-board AES/EBU (D-Sub15 female) oder optischen Eingängen (TOSLINK)
  • Dekodierung von bis zu 8 einzelnen Signalen aus einem Dolby-E®/D-Datenstrom plus einem Stereo-Ausgang für DownMix-Signale (DownMix konfigurierbar)
  • Dekodierung der MetaDaten und Ausgabe als XTI-Signal oder über das optionale Schnittstellenmodul XDEM
  • 2 Audiowege zum Transport nicht-kodierter Tonsignale aus dem NEXUS-System oder von AES/EBU-Eingängen mit optionalem Delay und Gain
  • VideoSync-Eingang für bi- und tri-level Sync (BNC)
  • direkter Link zur SDI-Karte für Kaskadierung von 2 XDED (optional)
  • SRCs in allen Audiowegen
  • externe Eingänge + XDEM-Metadata-Ausgang galvanisch getrennt

Dolby und das Doppel-D-Symbol sind eingetragene Warenzeichen von Dolby Laboratories.

pdf Datenblatt (167 KB)

Die XDED (neXus Dolby E® Dekoder) ist eine NEXUS-Einschubkarte zur Dekodierung von Dolby-E® - und Dolby-D-(AC3)-Signalen. Die Karte besteht aus einer Trägerplatine und zwei Modulsteckplätzen, auf denen OEM-Module der Firma Dolby bestückt werden können. Damit ist es möglich, bis zu zwei Datenströme mit kodiertem Audio in lineare PCM-Signale umzuwandeln.
Zusätzlich stehen zwei Audiowege für nicht-kodiertes Audio zur Verfügung. Hier kann als Begleitton ein Stereo-Signal transportiert oder er kann als Kommentar-Kanal verwendet werden.
Das Grundkonzept der XDED beinhaltet also bis zu zwei unabhängige Audiowege zur Dekodierung und zum Transport von Audiosignalen.

xded-fotoQuellen

Die physikalischen Anschlüsse der XDED ermöglichen eine größtmögliche Flexibilität und machen einige Zusatzwandler überflüssig. Die Eingangssignale können aus folgenden drei verschiedenen Quellen kommen:

  • vom NEXUS-Bus Da NEXUS auch zur transparenten Weiterleitung von Dolby-E® -Signalen zertifiziert ist, lässt sich ein mit Dolby-E® -kodiertes Signal beispielsweise an einem mobilen NEXUS-Basisgerät einspeisen, über das NEXUS-Netz zum Ü-Wagen transportieren und dort über die XDED-Karte dekodieren.
  • von AES/EBU Eingängen, bzw. SPDIF-Eingängen auf der XDED Die XDED hat dafür entsprechende Steckverbinder, um externe Signale aufzunehmen. Kodiertes Audio kann über AES/EBU-Eingänge und über optische TOSLINK-Eingänge, (wichtig für Dolby D, AC3) empfangen werden. Dieser Modus erlaubt auch das Dekodieren asynchroner Eingangssignale.
  • von einem Link zur SDI-Karte XHDI Die XDED verfügt über einen speziellen Steckverbinder, mit dem Signale direkt von der SDI-Karte empfangen werden, ohne über den NEXUS-Bus zu gehen. Es können maximal zwei XDED-Karten mit einer SDI-Karte verbunden werden. Dieser Modus erlaubt auch das Dekodieren asynchroner Eingangssignale.

In der Bediensoftware wird entschieden, von welcher der drei Quellen das Eingangssignal kommt.

VideoSync

Neben den Eingängen für das Dolby-E® -kodierte Au­dio verfügt die XDED auch über einen Vi­deo­Sync-­Ein­gang, der für die De­ko­die­rung der Dolby-E® -­Sig­na­le benötigt wird. Das VideoSync-Signal kann durch einen on-board-BNC-Verbinder kommen oder bei einer direkten Ver­bin­dung zur SDI-Karte gleich von dort empfangen werden.

MetaDaten

Charakteristisch für Dolby-E® - oder Dolby-D-kodiertes Audio sind begleitende MetaDaten, die der Beschreibung des kodierten Signals dienen und den Dekodiervorgang steuern. Mit der Dekodierung werden auch diese Daten aus dem kodierten Datenstrom entnommen. Sie können in Form von XTI-Signalen im NEXUS-System weitertransportiert werden.
Die Daten können auch durch das optionale Modul XDEM direkt von der XDED abgenommen und auf RS422- bzw. RS232-Signalpegel gewandelt ausgegeben werden. Die XDEM hat D-Sub9-Steckverbinder, deren Pinout mit Geräten von Dolby korrespondiert.
Eine Weitergabe als XTI-Signal ermöglicht es, die Daten an die Dolby-Enkoder-Karte (XDEE) oder die SDI-MetaDaten-Embedder (XHDI) weiterzuleiten. Natürlich kann auch eine XTI-Karte zur Ausgabe mit gewünschtem Signalpegel verwendet.
Die im Dolby-E® -Datenstrom eingebetteten Metadaten werden im NEXUS-Netz transparent weitergeleitet, mit dem Signal verteilt und zu Überprüfungszwecken angezeigt. Selbstverständlich lassen sie sich auch editieren.

xdem-frontDelay und Gain

Über die XDED können Delay und Gain der empfangenen Signale eingestellt werden. Sollten die Signale beispielsweise für eine Beschallung benötigt werden, lassen sich nachträglich die Lautstärkeverhältnisse der Surround-Signale untereinander an die Gegebenheiten des Raums anpassen. Noch entscheidender ist die Möglichkeit, einen Ton-Bild-Versatz direkt mit dem Delay der Dolby-E® -Karte auszugleichen. Ergänzend dazu verfügt die neue SDI-Kartengeneration auch über ein Video-Delay.

Einsatzgebiete

Die XDED ist insbesondere für große HD-Übertragungswagen und natürlich in TV-Produktionsstudios sowie in TV-Hauptschalträumen von Bedeutung; also überall da, wo Surround-Übertragungen heute zum Standard zählen.

xdem-fotoMetadaten-Modul XDEM

Die XDEM ist ein optionales Modul, um Metadaten der XDED-Karte auf externen Schnittstellen auszugeben.
Einfach ausgedrückt ist die XDEM ein Schnittstellenwandler zwischen den TTL-Signalen der XDED und externen Signalen, die RS422 oder RS232 sein können. Die externe Signalart und das Pinout sind durch Jumper konfigurierbar. Externe Steckverbinder sind zwei D-Sub 9-female Anschlüsse, da die Karte über zwei identische Audiowege zur Schnittstellenwandlung verfügt.
Eine XDEM ist damit geeignet, beide Metadaten-Ströme einer XDED auszugeben. Verbunden ist das XDEM-Modul mit der XDED über ein kurzes Bandkabel. Die externen Schnittstellen sind durch einen DCDC Konverter galvanisch getrennt.

Spezifikationen XDED

Datenformate Dolby D/E® : entsprechend Dokumentation Dolby-Modul CAT No. 552; lineare PCM-Eingänge: entsprechend AES3, IEC958; Containerformat des kodierten Datenstrom: nach SMPTE 337M
Audiodaten, Eingang Dolby E: 16, 20, 24 Bit; Dolby D: 16, 32 Bit
Audiodaten zu NEXUS 24 Bit
Eingänge AES/EBU
Format entsprechend AES3, IEC958, S/PDIF
Eingänge symmetrisch und galvanisch getrennt
Steckverbinder: D-Sub, 15. pol
Impedanz: 110/75 Ohm, per Jumper wählbar (offen/geschlossen)
Eingangsspannung: min. 0,25 bis max. 7 Vpp (RL=110 Ohm oder 75 Ohm)
Kabellänge: bis 100 m (bei Leitungen mit korrekter Impedanz und Abschluss)
Eingänge TOSLINK
Format entsprechend S/PDIF
Wellenlänge: 650 nm
optische Leistung: –27…–14,5 dBm (APF 970/1000 μm)
Leitungslänge: 0,2…10 m (APF 970/1000 μm)
Abtastratenwandler
gilt für NEXUS-Wandler, nicht Dolby-Dekoder
Auflösung: 24 Bit
Up/Down-Sampling-Verhältnis: 1:8 (up) bis 7:1 (down)
Latenz: typ. 1 ms, max. 2 ms (bei 48 kHz)
Dynamik: typ. 140 dB(A), min. 132 dB(A) (bei Eingangssignal vom –60 dB)
THD+N: typ. –120 dB, min. 117 dB (im Bereich von
20 Hz bis FSout und bei 0 dBFS)
Welligkeit im Durchlassbereich: max. ±0,016 dB (0,4535 FSout max.)
Sperrbereichsdämpfung: –120 dB (0,5465 FSout min.)
Synchroneingang
unterstützte Videoformate:
• NTSC: 525i, 59,94/60; 525p, 59,94/60
• PAL: 625i, 50; 625p, 50,
• HD: 720p, 50…60; 1035i, 59,94/60; 1080i, 50…60; 1080p, 23,98…60
Bildraten: 23,975…60 B/s
Steckverbinder: BNC
Impedanz: 100 kOhm/75 Ohm, per Jumper wählbar (offen/geschlossen)
Eingangsspannung: 0,5…2 Vpp an RL = 75 Ohm
Abtastfrequenzen 44,1 kHz, 48 kHz, nom.

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