xmf04-frontMehrkanalige Ein- und Ausgangskarte – MADI

  • max. 64 Kanäle bei 48kHz, max. 32 Kanäle bei 96kHz
  • automatische Erkennung der empfangenen Kanalzahl
  • kombiniertes optisches und elektrisches Interface (BNC, LC)
  • Pass-Through Mode schaltbar für Formatwandlung (FOC<>BNC) und Kaskadierung
  • Ein- und Ausgangspegel einstellbar
  • Synchronisation auf den Wordclock des Empfangssignals
  • optional: SRC-Module bestückbar (2 x XSRCA02)
  • zertifiziert von Dolby® zur Übertragung von Dolby-E-Signalen

Dolby und das Doppel-D-Symbol sind eingetragene Warenzeichen von Dolby Laboratories.

xmf04-foto

pdf Datenblatt (145 KB)

Ein- und Ausgangskarte im MADI-Format

Die Baugruppe NEXUS-MADI-Format (XMF) dient als Schnittstelle zum MA­DI-­Stan­dard (Multichannel Audio Digital Interface). Mit einem MADI-Port aus­ge­stat­tet, verfügt die XMF über jeweils 64 Ein- und Aus­gänge bei nur 4 TE Platzbedarf.

Zum Einsatz kommt die Baugruppe beispielsweise bei der Anbindung von mehr­ka­na­ligen Tonspeichergeräten oder externen Mischpulten.

Neben den vom MADI-Standard geforderten Betriebsarten (AES 10-2008, AES 10id-1995 und AES 10-1991 (ANSI S4.43-1991) ist die XMF mit folgenden Merkmalen ausgestattet:

  • Die maximal übertragbare Kanalzahl sowohl eingangsseitig als auch aus­gangs­seitig beträgt 64 Kanäle bei 48 kHz. Arbeitet das In­ter­face mit 96 kHz halbiert sich die Kanalzahl auf 32. Ältere Sys­te­me mit 56 bzw. 28 Kanälen werden ebenfalls unterstützt.
  • Das der Baugruppe zugeführte Eingangssignal kann als Syn­chron­quelle für das NEXUS-Audionetzwerk verwendet werden.
  • Der Gain pro Kanal ist für Sende- und Empfangskanäle einstellbar.
  • Legacy und Double-Frequency Mode bei 96 kHz möglich.
  • Sender und Empfänger können optional mit Sample Rate Con­ver­tern (SRC) ausgestattet werden.

Eingänge und Ausgänge

Die bidirektionale Karte ist mit Anschlüssen für 75-Ohm-Koaxialkabel (BNC) und für Lichtwellenleiter (LC, 1.300 nm, 62,5/125 µm) ausgestattet. Als optische Schnittstelle wird das SFP-System verwendet, das den Ein­satz verschiedener optischer Module ermöglicht.
Zwei Schnittstellen sind verfügbar: eine optische und eine elek­tri­sche. Die Ausgangssignale werden parallel — optisch und elek­trisch — aus­ge­ge­ben. Der gewünschte Eingang kann manuell, über die NEXUS-Be­dien­soft­ware, oder automatisch ausgewählt werden.
Im Vergleich zum MADI-Standard haben die elektrischen BNC-Ein- und -Ausgänge den Vorzug, dass sie gegenüber dem System galvanisch ge­trennt ausgeführt sind.

Eingangsdaten

Die XMF empfängt alle eingespeisten Audiodaten der max. 64 Kanäle. Die Über­tra­gung von 64 Kanälen von einer RMF*/XMF zur einer anderen RMF/XMF ist damit problemlos über nur einen MADI-Port möglich. Die em­pfan­ge­ne Kanalzahl wird selbstständig erkannt.
Alle Eingänge sind mit Pegelstellern ausgestattet, die eine Sig­nal­ver­stär­kung oder -dämpfung von ± 20 dB ermöglichen. Benutzerdaten können im NEXUS-System transparent übertragen werden, beispielsweise zu AES/­EBU-, SDI-Karten oder weiteren MADI-Baugruppen.
Folgende Informationen und Zusatzinformationen des Datenstroms wer­den von der XMF-Karte ausgewertet:

  • Anzahl der empfangenen Kanäle
  • Abtastfrequenz
  • die ersten vier Bytes der Kanalstatusdaten (z.Bsp. mit folgenden In­for­ma­tio­nen: Multichannel Descriptor, Emphasis, Sampling Fre­quen­cy, Channel Mode, Audio Sample Word Length)
  • Kanal-Parameter On/Off, A/B, Validity

* Die RMF ist die MADI-Karte für den Router NEXUS STAR.

Ausgangsdaten

Die XMF sendet sämtliche Audiokanäle nach MADI-Standard, maximal 64 Kanäle bei 48 kHz (32 bei 96 kHz). Im transparenten Modus werden alle Zusatzinformationen von der Signalquelle (MADI, AES/EBU, SDI) über­nom­men.
Die Anzahl der zu sendenden Kanäle (56/64 bei 48 kHz, 28/32 bei 96 kHz) kann vom Anwender eingestellt werden. Beim Betrieb mit 96 kHz kann zwischen Legacy- und Double-Frequency-Mode gewählt werden.

Sample Rate Konverter (SRC)

Die Bestückung der XMF mit SRCs ist optional. Zwei SRCA02-Mo­du­le kön­nen verwendet werden. Damit sind 64 Audiokanäle wan­del­bar, ob­wohl die XMF max. 128 Signale transportieren kann. Vom An­wen­der ist eine Auswahl zu treffen: Entweder werden alle Em­pfangs­ka­nä­le ge­wan­delt oder alle Sendekanäle oder die 32 un­te­ren Em­pfangs- und Sendekanäle.
Eine zweite XMF04-Karte ist notwendig, wenn al­le 64 Ein­gangs- und 64 Aus­gangs­ka­nä­le mit SRCs ver­se­hen werden sollen. In diesem Fall ist der Pass-Through-­Mo­dus zur Kas­ka­die­rung der bei­den Kar­ten vor­ge­se­hen.

Pass-Through-Modus

Im Pass-Through-Modus werden die empfangenen MA­DI-­Da­ten direkt auf dem Sender wieder ausgegeben. Dagegen können aus dem NEXUS-System keine Da­ten gesendet werden. Der Pass-Through-Modus er­mög­licht die Kaskadierung von Karten, die alle das glei­che Eingangssignal erhalten. Außerdem kann er zur Formatwandlung zwischen BNC und optischem In­ter­face verwendet werden.

Loop-Modus

Zur Bildung von bestimmten Sig­nal­ver­ar­bei­tungs­ket­ten oder auch nur zu Testzwecken werden in der Praxis Schlei­fen gebildet, bei denen innerhalb einer Bau­grup­pe ein Ausgangssignal mit dem Eingang verbunden wird. Eine solche Schleife kann ohne zusätzliches Kabel ge­schal­tet werden.

Legacy-Modus

Um ältere externe 48-kHz-Maschinen auch bei 96-kHz-Pro­duk­tio­nen einsetzen zu können, unterstützt die XMF ein- und ausgangsseitig den Legacy-Modus, der die Über­tra­gung oder Aufzeichnung von 96-kHz-Audiodaten auf 48-kHz-Systemen ermöglicht.

Fehlererkennung

Um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, wird die Gül­tig­keit des Eingangssignals ständig überprüft und Pa­ra­me­ter wie die Abtastfrequenz werden ermittelt. Bei Fehlern und instabilen Verbindungen — etwa bei einem fehlenden oder asynchronen Signal, bei Jitter, bei For­mat- oder Parity-Fehlern — reagiert die Baugruppe au­tark und schaltet die Signaleinspeisung in das NEXUS-Netz­werk ggf. stumm.

Ausführungen

Die XMF04 wird serienmäßig mit optischen (optische Mo­dule nicht bestückt) und elektrischen Ein- und Aus­gän­gen geliefert. Beide Verbinderarten sind gleichzeitig ver­füg­bar.
Die Steckerbelegung bei den elektrischen BNC-Ver­bin­dern entspricht dem MADI-Standard. Die optischen Ver­bin­der lassen sich dank der SFP-Module individuell be­stücken. Dabei werden zumeist Duplex-LC-Verbinder ver­wen­det, die der Anwender selbst einsetzen kann.

Versionen

XMF-B/LC Kombinierte BNC/LC-Eingangs-/Ausgangskarte nach MADI-Spezifikation
SFP-Module für XMF-B/LC XMF-SFP-01: Multimode-Variante LC 1.310 nm, 1.500 m (50/125 µm)
XMF-SFP-02: Sondervariante LC 1.310 nm, 2 km (9/125 µm), Singlemode
XMF-SFP-03: Sondervariante LC 1.310 nm, 15 km (9/125 µm), Singlemode
SRC-Module für XMF-B/L 2 x XSRCA02

 

Spezifikationen XMF04

Alle relevanten Spezifikationen entsprechen den Normen AES 10-1991 (ANSI S4.43-1991), AES 10id-1995, AES 10-2008.
Datenformate MADI: 24-Bit-Audio
Eingänge XMF
1 Port, elektrisch (BNC) und optisch (LC)
1 bis 64 Kanäle bei 48 kHz, 1 bis 32 Kanäle bei 96 kHz
unterstützt Legacy-Mode, automatische und manuelle Umschaltung
Ausgänge XMF 1 Port, elektrisch (BNC) und optisch (LC)
1 bis 64 Kanäle bei 48 kHz, 1 bis 32 Kanäle bei 96 kHz
unterstützt Legacy-Mode, mit der Bediensoftware aktivierbar
Empfehlungen Kabel
koaxial Leitungslänge max. 50 m
Impedanz: nom. 75 Ohm
Dämpfung: 0,1 dB/m im Bereich 1 bis 100 MHz
optisch
(entsprechend
IEC-793, FDDI)
Leitungslänge: max. 2 km
Bandbreite: max. 500 MHz*km bei 1.300 nm
Dämpfung: max. 0,9 db/km bei 1.300 nm (nur Leitung)
Übertragungsrate typ. 125 MBit/s
Abtastfrequenzen 44,1 kHz, 48 kHz, 88,2 kHz, 96 kHz

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