xfoc07-frontNetzwerk-Baugruppe für NEXUS-Systeme

  • vier unabhängige Ports je Baugruppe mit 256 Kanälen Übertragungskapazität
  • Einsatz verschiedener SFP-Module möglich: Singlemode, Multimode, CWDM, Long Haule-Module, bidirektionale Module
  • Multimodekabel für Kurzstrecken (bis 500 m), Singlemodekabel für Langstrecken (bis 10 km)
  • LC-Steckverbinder für Multimode- und Singlemodekabel
  • 1,25 GB Datenrate, plesiochrone Übertragung

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256 Audiokanäle mit einer XFOC-LC

xfoc07Die XFOC-LC gehört zur dritten Generation der Glasfaserkarten des NEXUS-Systems. Sie verfügt über vier Ports und bietet eine Übertragungskapazität von 256 Kanälen. Die Übertragung der Daten erfolgt mit 1,25 GB plesiochron.
Die vier Anschlüsse der XFOC sind beim Aufbau variabler Strukturen und von Netzwerken von Vorteil. Die Anzahl benötigter Glasfaserkarten wird deutlich verringert. Die Bestückung der Glasfasermodule kann vor Ort vorgenommen werden. Das heißt, die benötigte Anzahl und damit die Portanzahl sowie die Art der Glasfaserverbindung (Faserart, Streckenlänge...) können dem jeweiligen Einsatz konkret angepasst werden. Auf einer XFOC-LC können – je nach Art des Einsatzes – unterschiedliche SFP-Module verwendet werden, beispielsweise Singlemode, Multimode, CWDM, Long Haule-Module, bidirektionale Module.
Ein wesentlicher Unterschied zu den älteren XFOCs ist die Änderung der optischen Steckverbindern: Die bisher verwendeten SC-Verbinder werden durch nur halb so große LC-Verbinder ersetzt.

Für individuelle Anforderungen lassen sich Basisgeräte mit mehreren Glasfaserverbindungskarten ausstatten, etwa zum Anschluss weiterer Basisgeräte oder zur Realisierung board- redundanter Verbindungen.
Die Audiokanäle werden mit einer vollen 30-Bit-Auflösung (24-Bit-Audio und Zusatzinformationen) unkomprimiert über die Glasfaser übertragen. Hierdurch sind beispielsweise AES/EBU-Signale vollständig und transparent zwischen zwei Basisgeräten austauschbar.

Auch Steuerdaten über Glasfaser

Die Steuerdaten bilden einen transparenten, zu Audio- und Synchrondaten asynchronen Übertragungskanal, der gepuffert wird. Verwendet werden die Steuerdaten hauptsächlich für die Kommunikation der Basisgeräte untereinander, sie können aber auch Zusatzdaten im NEXUS-Netzwerk verteilen.

Synchroninformationen

Die Synchroninformationen des über die Glasfaserleitung übertragenen Signals enthalten sowohl den internen Wordclock als auch den Bustakt des sendenden Basisgerätes. Jedes Basisgerät kann zu einer beliebigen Glasfaserverbindung synchronisiert werden. Der interne synchronisierte Wordclock steht zusätzlich am Wordclock-Ausgang der jeweiligen Steuerkarte XCPU für externe Geräte zur Verfügung. Innerhalb eines NEXUS-Netzes kann daher ein Basisgerät als Master dienen, auf das sich alle anderen Basisgeräte über die Glasfaserverbindungen synchronisieren – eine externe Wordclock-Verbindung zwischen den Basisgeräten wird nicht benötigt.

Laufzeitausgleich

Im NEXUS-Netz können Glasfaserleitungen unterschiedlichster Länge gleichzeitig installiert sein, von nur wenigen Metern bis hin zu mehreren Kilometern. Die durch die Glasfaserlaufzeit bedingte Phasenlage des Wordclocks wird zwischen verschiedenen Basisgeräten angepasst: Die als Zentrale dienende Baugruppe XFOC ermittelt die Phasenlage des empfangenen Datenstroms beziehungsweise des Wordclocks zum Systemtakt und gleicht Differenzen aus.

Übertragungssicherheit

Gleich mehrere Faktoren definieren die äußerst störungsresistente, zuverlässige und problemlose Signalübertragung innerhalb des Audionetzwerks:

Glasfasertechnologie Durch die Verwendung von Glasfasern ergibt sich eine vollständige galvanische Trennung der Basisgeräte untereinander. Weiterhin sind die Verbindungen absolut unempfindlich gegenüber statischen und elektromagnetischen Störungen und haben materialabhängig eine hohe Feuerbeständigkeit.

Fehlererkennung Das System erkennt selbstständig fehlende Verbindungen, sowie Fehler bei Synchronisation, Empfangspegel und Dekodierung.

Redundanz Erhöhte Sicherheit kann durch redundante Glasfaserverbindungen über dieselbe oder eine andere Baugruppe XFOC erreicht werden. Im Fehlerfall erfolgt eine automatische und unterbrechungsfreie Umschaltung zwischen Haupt- und Redundanzverbindung.

Unabhängige Ports Durch den weitgehend unabhängigen Aufbau der Ports der Baugruppe wird eine hohe Sicherheit gegen Hardwarefehler bei Redundanzbetrieb über dieselbe Karte erreicht. Eine Schnellumschaltung ohne Datenverlust wird durch die Speicherung des letzten Audio-Abtastwertes ermöglicht.

Signierter Datenstrom Für den in Blöcke aufgeteilten Datenstrom wird eine Signatur gebildet, die der Empfänger verifiziert. Im Störungsfall können hierdurch die Baugruppe oder der betreffende Kanal stumm geschaltet werden.

Glasfaser-Baugruppe XFOC A

xfoc-fotoDie XFOC A ist eine passive Adapterkarte, mit der die fragilen LC-Glas­fa­ser­steck­verbinder auf robuste Neutrik-Verbinder umgesetzt werden. Der maximal 35 cm lange Glasfaser-Pigtail (Glasfaserkabel mit LC-Ver­bin­der) der XFOC A wird dazu auf den zu adaptierenden Anschluss der XFOC-LC aufgesteckt. Das Signal kann dann an der Neutrik-Buchse der XFOC A abgegriffen wer­den.
Die XFOC A lässt sich an jede beliebige Stelle des Einschubträgers stecken. Sie kann zwei bzw. vier bidirektionale Anschlüsse adaptieren.

Von der XFOC A gibt es vier Varianten:

  • Passive Adapterkarte mit festem Glasfaserkabel, Neutrik-»opticalCON DUO«-LC-Verbindern und Singlemodekabeln. Sie kann zwei bidirektionale Anschlüsse adaptieren.
  • Passive Adapterkarte mit festem Glasfaserkabel, Neutrik-»opticalCON DUO«-LC-Verbindern und Multimodekabeln. Sie kann zwei bidirektionale Anschlüsse adaptieren.
  • Passive Adapterkarte, LC-Verbinder mit zwei Neutrik-»opticalCON QUAD«-Vierfachadern, mit Singlemodekabeln.
  • Passive Adapterkarte, LC-Verbinder mit zwei Neutrik-»opticalCON QUAD«-Vierfachadern, mit Multimodekabeln.

 

Spezifikationen XFOC-LC

Verbindungen Audiokanäle: 256 (@ 48 kHz), bidirektional, je Port (a 30 Bit)
Kommunikationskanal: 1, bidirektional, je Port
Synchronisationskanal: 1, bidirektional, je Port
Übertragungsrate je Glasfaser: 1250 MBit/s (brutto)
Modul in Standard-ausführung:
LWL-Sender, Multimode (bis 500m)
oder Singlemode
(bis 10 km)
Wellenlänge: 1280 bis 1350 nm, nom. 1310 nm
optische Leistung: -9,5 bis -3 dBm bei 50/125 µm Faser
Hinweis: Die Multimode- und Singlemode-Transmitter sind als CLASS1 LED/LASER PRODUCT eingestuft.  
Modul in Standard-ausführung:
LWL-Empfänger, Multimode-
oder Singlemodekabel
Wellenlänge: 1280 bis 1350 nm, nom. 1310 nm
optische Empfindlichkeit: -20 bis -3 dBm bei 50/125 µm Faser
Empfohlene Glasfaser Multimode: Gradientenfaser 50/125 µm oder
Gradientenfaser 62,5/125 µm
Singlemode: Singlemodefaser 9/125 µm
Steckverbinder Standardausführung: 1 bis 4 LC-Duplex

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