Rene Harder 2317-2Browser als Tor zum Mischpult

René Harder, Prokurist bei STAGETEC in Berlin, hat vor allem die Anwenderseite des ON AIR flex im Blick und ist von dessen Möglichkeiten und insbesondere der neuen Bedienoberfläche begeistert.

Was ist an der virtuellen Oberfläche des ON AIR flex so neu und besonders?

René Harder: Mit der neuen virtuellen Bedienoberfläche verfolgen wir bei ON AIR flex ein neues Konzept. Wir haben einen Ansatz gewählt, der uns wegführt von einem weitgehend statischen und auf ein Betriebssystem abgestimmten GUI und der zusätzlich die neue Flexibilität des ON AIR flex unterstreicht. Die neue Oberfläche setzt auf modernen Webtechnologien wie Javascript und Webkit auf. Ein eigens entwickelter Web-Server stellt die Verbindung zwischen der Bildschirm-Bedienoberfläche und der Steuerlogik des Mischpultes her. Die neue virtuelle Oberfläche ist ebenso wie die Steuerlogik der Konsole frei konfigurierbar — und: Sie läuft nun auf jedem Endgerät, das über einen aktuellen Webbrowser verfügt.

Welche praktischen Konsequenzen hat die Einführung eines Web-Servers ?

René Harder: Durch den Einsatz eines Web-Servers vereinfacht sich der Installations- und Administrationsaufwand. Jedes webfähige Endgerät kann theoretisch als Bedienterminal eingesetzt werden. Zudem entfallen separate Installationen oder Konfigurationen auf den Endgeräten, dies geschieht einmal zentral auf dem Web-Server.
Die grafischen Bedienelemente der virtuellen Oberfläche, die so genannten Widgets, können über die Konfiguration des Web-Servers frei angeordnet werden. Ebenso ist es möglich, sie bei Bedarf beispielsweise in ihrer Farbe, der Größe und anderen Parametern anzupassen. Die Benutzeroberfläche des Mischpults lässt sich somit sehr frei umgestalten und wird in hohem Maße adaptierbar.

Dann muss der Kunde zunächst einmal seine Browser -Oberfläche basteln, bevor er mischen kann?

René Harder: Nein, auf gar keinen Fall! Wir bieten eine vorkonfigurierte Oberfläche an. Damit ist das System sofort nach dem Verbinden einsatzbereit. Will der Kunde aber eine spezielle, den eigenen Vorstellungen entsprechende Variante, dann kann er das nun auf einfache Weise selbst umsetzen. Dadurch gewinnt der Kunde eine Flexibilität, die es ihm auch im Nachhinein ermöglicht, bei einer bereits vorhandenen Installation seine Oberflächen und Bedienkonzepte individuell anzupassen. Die Adaption wird preisgünstiger und lässt sich schneller realisieren, genauso wie es auch für MapCfg und die grundlegenden Mischpultkonfigurationen gilt. Damit stehen Benutzerfreundlichkeit und Anpassungsfähigkeit nochmals mehr im Vordergrund als es bei unseren Produkten in der Vergangenheit bereits der Fall war.

Die virtuelle Oberfläche ist also auch ein Weg hin zur Smartphone-Mischpultbedienung?

René Harder: Technisch wäre das dann möglich, jedoch in der Praxis vermutlich nicht besonders effektiv. Die Smartphone-Bedienung war eher ein begrüßenswerter Nebeneffekt unserer Entwicklung, nicht aber ihre Triebfeder.
Durch die Plattformunabhängigkeit der Software wird es für uns als Hersteller einfacher, sie zu warten und weiterzuentwickeln. Das macht sich auch für den Kunden positiv bemerkbar, ebenso wie die Tatsache, dass er sich nicht mit den Unterschieden der einzelnen Plattformen auseinandersetzen muss. Wo früher noch ein ausgewachsener PC nötig war, kann nun zum Beispiel ein 12"-Tablet-PC eingesetzt werden, und zwar ohne sich Gedanken machen zu müssen, ob eine spezielle Software benötigt wird und aus welchen App-Stores diese dann bezogen werden muss.

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